Alte DDR Fahrzeuge vor Denkmal Deutsche Einheit

Haltung statt Spaltung

Der 03.10. ist Tag der deutschen Einheit. Es erfüllt und immer wieder mit Stolz, wenn wir die Bilder der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls sehen.
Stolz darauf, dass alles friedlich blieb. „Keine Gewalt“ – das war einer der Slogans dieser Zeit, ein Slogan, an den Teile der Gesellschaft heute wieder erinnert werden sollten. Stolz aber auch auf all die Menschen, die auf die Straße gegangen sind, um sich für eine bessere Zukunft einzusetzen und sich diese erkämpften. Und dies in einer Zeit, in der Demonstrationen risikobehafteter waren als heute. DAS ist Haltung.
Ein weiterer wichtiger Slogan dieser Zeit war „Wir sind das Volk“. Lange Zeit stand dieser Slogan sinnbildlich für die Einheit Deutschlands. Doch leider hat er in den letzten Jahren einen schlechten Geschmack bekommen. Heute wird er von Menschen missbraucht, die andere Menschen – Menschen anderer Herkunft, Journalist*innen oder Demokrat*innen – ausgrenzen wollen. Er wird von Menschen missbraucht, die sich in ihrem Weltbild als „wertvoller“ als andere verstehen. Was diese Menschen tun, ist keine Haltung. Nein, sie fantasieren eine Situation herbei, die es so nicht gibt. Sie wollen die Gesellschaft spalten und sind damit leider zum Teil erfolgreich. Das stimmt traurig, denn im Gegensatz zu heute stand dieser Slogan 1989 für Gemeinschaft. Für eine Gemeinschaft, die sich nach Frieden und Demokratie sehnte und sich eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder wünschte. Dafür sind 1989 tausende auf die Straße gegangen – darunter auch viele Mitglieder unseres Kreisverbandes Börde von Bündnis 90 / Die Grünen – und dafür sind wir ihnen sehr dankbar. „Wir sind das Volk“ – das war damals stark verbunden mit dem Slogan „Wir sind EIN Volk“, was seinen inklusiven Charakter bestärkt.

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