Bild: jon-tyson-1273035-unsplash

Bild: jon-tyson-1273035-unsplash

Alles Gute zum Muttertag, liebe Mütter

Den Frauentag am 8. Mai feiern wir Frauen oft sehr kämpferisch, der Muttertag aber geht jedes Jahr wieder in den üblichen Rollenbildern unter.

Ein „Dankeschön“ der Kinder an die Eltern in diesem Zusammenhang ist natürlich eine sehr schöne Geste. Gesellschaftlich betrachtet, danken wir hier immer noch der „guten Mutter“, die sich für die Kinder aufopfert.
Viele Mütter geben heute immer noch mit der Geburt des ersten Kindes ihre Berufstätigkeit zumindest in Teilzeit auf. Dies ist natürlich in Ordnung, wenn sie es selbst so wollen. Nicht in Ordnung ist es aber, wenn sie sich aus Gründen wie Unvereinbarkeit von Arbeit und Familie oder Erwartungshaltungen aus ihrem Umfeld aufgrund von geschlechterspezifischen Stereotypen dazu gedrängt fühlen. Im europäischen Vergleich stehen wir mit unserer Quote in Deutschland gar nicht gut da. Wir müssen die Möglichkeiten der Kinderbetreuung weiter verbessern und auch zeitlich flexiblere Betreuungsmöglichkeiten schaffen. Zuallererst müssen wir uns endlich vom Begriff der „Rabenmutter“ befreien, den es so nur in der deutschen Sprache gibt.
Ein weiterer Baustein zu echter Gleichstellung von Müttern und Vätern wäre es, die Elternzeiten anzugleichen. Väter nehmen heute üblicherweise 2 Monate Elternzeit, oft auch noch parallel zur Mutter. Das ist ein guter Start, bringt Frauen aber bei Vorstellungsgesprächen und auf dem Arbeitsmarkt weiterhin den statistischen Nachteil.
Wenn Väter selbstverständlicher mehr Verantwortung in der Familie übernehmen und sich zu gleichen Teilen an der Care-Arbeit beteiligen, bekämpfen sie die Stereotype in der Erziehung und ermöglichen es Müttern und Vätern, Vorbilder für ihre Kinder zu sein. Die Kinder können dann vorurteilsfreier aufwachsen. Vielleicht können diese dann eines Tages in einer gleichberechtigten Arbeitswelt ihren Weg finden und die Doppelbelastung Familie-Beruf gemeinsam tragen.

Verwandte Artikel